Love Saves The Day

Das Buch bekam ich letztes Jahr geschenkt und habe jetzt endlich die zweite Hälfte gelesen: Love Saves The Day (a history of american dance music culture, 1970-1979).

Es werden alle Fragen beantwortet:
Wann wurde welcher Club eröffnet und wann wieder geschlossen?
Wie waren die Eröffnungspartys?
Wie war die Stimmung und das Publikum in dem Club?
Welcher DJ spielte wann in welchem Club?
Welche Songs wurden von den jeweiligen DJs gespielt?
Was waren die größten Hits im jeweiligen Club?
Wer hat wen durch wen kennen gelernt?
Wer war mit wem zusammen?

Und natürlich geht es auch um die Paradise Garage, von der ich das Logo so toll finde.

Tim Lawrence, der Autor von Love Saves The Day, schreibt zur Zeit eine Fortsetzung über die Jahre 1980-92 und eine Biographie über Arthur Russell. Super.
Bis zur Veröffentlichung könnte ich noch My Life and The Paradise Garage: Keep On Dancin’ von Mel Cheren lesen. Mel gründete West End Records und war 10 Jahre der Partner von Michael Brody, dem Betreiber der Paradise Garage.

From A to B

I’ve read Andy Warhol’s philosophy before but when I saw this 1976 paperback edition I had to buy it again. The cover is awesome.
You can get a lot out of the book, for instance:

A to BWhen you want to be like something, it means you really love it. When you want to be like a rock, you really love that rock. I love plastic idols.

An actress friend of mine told me that after she didn’t want money any more and after she didn’t want jewels any more, that’s when she got money and jewels. I guess it’s for our own good that it always happens that way, because after you stop wanting things is when having them won’t make you go crazy. After you stop wanting them is when you can handle having them. Or before. But never during.

I hate PENNIES. I wish they’d stop making them altogether. I would never save them. I don’t have the time. I like to say in stores, ‘Oh forget it, keep those pennies. It makes my French wallet to heavy.’

Jackie & Holly

Am Sonntag habe ich die fantastische Dokumentation Superstar in a Housedress: The Life and Legend of Jackie Curtis gesehen. Der Film lief auf dem 28. San Francisco International Lesbian & Gay Film Fest und enthält Interviews mit Joe Dallesandro, Paul Morrissey, Lily Tomlin und der fabelhaften Penny Arcade (welche ich im September 2003 in einem tollen Stück von Tony Rizzi in Frankfurt gesehen habe).

Die größte Überraschung kam jedoch im Anschluß an die Vorführung, als Holly Woodlawn auf die Bühne gebeten wurde um Fragen des Publikums zu beantworten und um ein paar Anekdoten zu erzählen. Von den drei Andy Warhol Drag Queens (neben Jackie Curtis und Candy Darling) ist sie die einzige Überlebende.

Audience: What kind of advice would you give to someone who is in high heels for the first time?
Holly: Wear a rubber!

Holly hat im Anschluß erklärt, dass sie auf solche Fragen keine passende Antort geben möchte.
Ihre Autobiographie von 1991 A Low Life in High Heels, die ich mir am Montag sofort bestellt habe, ist momentan in der Pre-Produktionsphase um verfilmt zu werden. Regisseur wird wahrscheinlich Stephan Elliott (The Adventures of Priscilla, Queen Of The Desert). Holly wird von Euan Morton gespielt werden, der schon Boy George in dem Broadway Musical Taboo dargestellt hat.

Zuckerbabys

Monsieur!In diesem Monat erscheint das erste Buch von Kerstin Grether, Zuckerbabys. Leider habe ich bisher kein Vorabexemplar bekommen, aber soweit ich weiss, beginnt es mit den Zeilen:

L.A. told me, "You’ll be a pop star,
All you have to change is everything you are."

Natürlich P!NK, Don’t Let Me Get Me. Und der erste Satz deutet auf den Inhalt des Buchs hin: das Leben in der heutigen Casting Gesellschaft.

Ich bin sehr gespannt und erwarte das Beste. Wieso gibt es eigentlich Kerstins Kolumne in der Intro nicht mehr? Monatlich wurde die Leserin/der Leser mit einem Zugenkuß belohnt und das vermisse ich sehr.

Wolfgang, Helmut, Marianne & Divine

Angestachelt von dem extrem lustigen Interview mit Wolfgang Joop in der FAZ Sonntagszeitung vom 03.08.2003 habe ich mir sofort seinen Roman “Im Wolfspelz” gekauft. Ich hatte die Hoffnung auf ein großartiges Buch, bin aber von Langeweile enttäuscht worden. Im ganzen Buch gibt es nur zwei amüsante Absätze.
Da es sich um einen Roman mit autobiographischen Zügen handelt, hätte mir gleich klar sein müssen, dass er nicht an meine Lieblingsautobiographien heranreichen wird.

Da wäre “Ich” von Helmut Berger, die mit dem besten Titel und überhaupt hervorragend. Er schreibt z.B., dass er seinen 50. Geburtstag schon mit 49 gefeiert hat, da er mal wieder richtig gefeiert werden wollte. Er scheint sowieso nur mit seiner High Society “Clique” aus jeweiligen Stadt unterwegs gewesen zu sein.
Darüber hinaus wollte er sich in einem Louis Vuitton Geschäft eine Tasche mit seinen Initialen kaufen, da er dachte, seine große Liebe Luchino Visconti hätte sich dies dort anfertigen lassen.

Und die von Marianne Faithfull. Nachdem ich sie kürzlich gelesen habe, will ich mich nur noch “bis obenhin” mit irgendwelchen Drogen zuknallen. Das wird darin so verführerisch beschrieben.

Dann wäre da natürlich noch die Biographie von Divine, die u.a. von seiner Mutter Frances Milstead geschrieben wurde. In den nächsten Monaten soll ein neues Buch rauskommen: “Postcards from Divine”. Von 1972 an hat Divine für 9 Jahre mit ihren Eltern nur per Postkarten kommuniziert, nachdem
er im Streit von zu Hause ausgezogen war. Die Karten werden jetzt von der Mutter veröffentlicht. Große Vorfreude, obwohl es wahrscheinlich auch melancholisch sein wird!