From Alicia to Norah?

Es ist passiert. Ich finde die neue Alicia Keys Single "You Don’t Know My Name" gut. Natürlich finde ich es auch etwas eklig, weil ich diese Sängerin bis vor kurzem nicht wirklich leiden konnte. Aber das passiert mir sowieso öfters. Dabei hätte sie mir schon sympathisch werden können, als sie die B-Seite von Prince "How Come U Don’t Call Me Anymore?" gecovert hat. Sie scheint überhaupt ins Telefonieren vernarrt zu sein, da sie auf der neuen Single den Mann, der ihren Namen nicht weiss, vom cell phone anruft und ihm erklärt, dass sie nicht immer so angezogen ist wie in ihrem Job als Cafeteria-Bedienung. Toll, dass sie so bodenständige Probleme hat. Ich hoffe nur, dass mir als nächstes nicht Norah Jones gefällt.

Zur Zeit gibt es viele Prince Connections. So heisst Jay-Z’s angeblich letztes Album "The Black Album" und ich hatte Hoffung auf eine musikalische Zusammenarbeit der beiden, die jedoch nicht stattfand. Dafür gibt es auf der CD ein Madonna Sample/nachgesungenen Refrain. Aus "Justify My Love" wird "Justify My Thug". Prima. Was mich darauf bringt, dass ich nur noch Rap Songs mit den teuersten Samples hören will. So Daimler-Chrysler im HipHop-mäßig.

Dafür sampled DJ Hell auf dem Track "Black Panther Party" seines neuen Albums "NY Muscle" Prince und das Black Album. Und zwar den coolen Beat von dem Rap "Bob George".

Agenturparty

Ich gehe ja immer gerne auf Parties, die von irgendwelchen Agenturen gegeben
werden. Und da ich ja in der Grössten hier in Düsseldorf arbeite (nicht, dass mich das stolz macht), wird man auf nahezu jede eingeladen.
Wenn man es genau betrachtet sind diese Parties stinklangweilig, aber man
geht halt hin und mit genug Alkohol hält man es auch gut aus. Jede Menge
Essen und Trinken zwischen oberflächlichem BLA-BLA.
Also war ich auch vor ein paar Wochen wieder auf einer. Diesmal natürlich
auf Grund meiner Kolumnenrecherche, versteht sich. Mein Arbeitskollege hatte kurz vorher abgesagt und da ich ja zur Zeit dem Alkohol entsage war es schon eine Überwindung alleine UND nüchtern dort aufzuschlagen. Zumal ich unbedingt eine Person im öffentlichen Leben kennenlernen oder mich in einen coolen, neureichen Dotcommer verlieben wollte. Also siegte die Promigeilheit.

"Erst mal die Lage checken und mich mit Cola vollpumpen um einen kleinen Rausch zu bekommen. Dann noch einmal über die Sushitheke wälzen und dann wieder nach Hause." Das dachte ich nach zwanzig Minuten. Aber dann ist es bei mir immer wie ein Zwang, dort zu bleiben, aus Angst
etwas zu verpassen. Das Programm wartete ich noch ab. Dadurch führte Alexander Mazza. Vielleicht lerne ich den ja noch kennen. Auf den M.S. brauch ich ja HIER nicht zu hoffen! Nach ein paar Moderationen war aber das Thema Alexander Mazza auch gegessen. LANGWEILIG!

Danach kam ein "DJ" zum Zuge, um die Partymenge richtig einzuheitzen. Leider war er aber etwas verzweifelt, da alle Anwesenden Angst
hatten, zu schwitzen oder durch die zu hohen Absätze gat nicht im
Stande waren eine andere Fussbewegung als die des Gehens zu tätigen. Jedenfalls räkelte er sich ab mit den althergebrachten
Gassenhauern etwas Stimmung zu verbreiten. Fehlanzeige. It’s Raining Men, YMCA oder Laydies Night waren für mich starker Tobak auf nüchternen Magen. Erst als er dann etwas moderner wurde und Justin Timberlake spielte, taute die Menge etwas auf.

Zufällig traf ich noch drei (!!!) alte Bekannte aus Fulda, die unabhängig
voneinander da waren, so wurde es dann doch noch ganz nett. Aber trotz allem keinen Dotcommer kennengelernt. Das nächste mal wieder Alkohol, da kann man sich wenigstens richtig daneben benehmen und weiss am nächsten Tag nichts mehr davon. Hat doch was.

Blue

pepsi bluepepsi bleu

Eigentlich habe ich seit ca. 1993 gehofft, Pepsi würde die wahnsinnig gute Crystal Pepsi wieder auf den Markt werfen. Das ist leider bis heute nicht passiert.

Seit diesem Jahr gibt es aber einen Trost: PEPSI BLUE. “Berry Flavoured Cola” steht drauf und bis jetzt gibt es sie nur in Nordamerika zu kaufen.

Sie schmeckt vorzüglich! Erinnert irgendwie an Himbeere und die Farbe ist klasse!

Und wenn man möchte kann man auch PEPSI BLEU trinken. Das macht dieses Getränk gleich noch exklusiver.

P!NK, P!NK, P!NK, P!NK, P!NK … Try This !!!

P!NK herself vs. Linda Perry vs. Fleetwood Mac vs. Hole vs. Kelly Osbourne

Das komplette Album kann man sich bei mtv schon vor der Veröffentlichung am 10.11.2003 anhören! Zu empfehlen sind vor allem die Songs "Oh My God feat. Peaches", "Try Too Hard", "Save My Life" und alle anderen auch.

Mein Lieblingslied ist aber "Last To Know", weil es um verletzte Celebrity-Divahaftigkeit geht:
Why was I the last to know
That you weren’t coming to my show
You could have called me up to say good luck
You could have called me back you stupid fuck

Cherimoya

Gestern vormittag wollte ich ein Foto von einer Gastwirtschaft bei mir in der Nähe machen. Die Kneipe hieß “Cherimoya”,
wie die tolle Frucht und das Bild hätte gut zu den beiden gepasst. Da komme ich also morgens um 11 Uhr dort vorbei und leider ist der Name nun “West Point”. Wie enttäuschend! Wäre ich nur ab und zu im “Cherimoya” etwas trinken gegangen, dann hätten sie vielleicht nicht schliessen müssen.

Wie auch immer, die Frucht Cherimoya
gibt es noch und sie schmeckt wunderbar nach einer Mischung
aus Banane, Erdbeere, Ananas und Sahne und und und…

Das obere Bild zeigt eine echte Cherimoya, die man in Exotik-Fruchtläden bekommt. Auf dem unteren Bild sieht man eine unechte Cherimoya, von der ich nicht weiss, wie sie wirklich heisst. Geschmack und Kerne sind ähnlich, jedoch hat sie keine angeschuppte Oberfläche. Das Fruchtfleisch ist nur wegen zu langer Lagerung nachgedunkelt. Es ist auch etwas mysteriös.

cherimoya
cherimoya?

Wolfgang, Helmut, Marianne & Divine

Angestachelt von dem extrem lustigen Interview mit Wolfgang Joop in der FAZ Sonntagszeitung vom 03.08.2003 habe ich mir sofort seinen Roman “Im Wolfspelz” gekauft. Ich hatte die Hoffnung auf ein großartiges Buch, bin aber von Langeweile enttäuscht worden. Im ganzen Buch gibt es nur zwei amüsante Absätze.
Da es sich um einen Roman mit autobiographischen Zügen handelt, hätte mir gleich klar sein müssen, dass er nicht an meine Lieblingsautobiographien heranreichen wird.

Da wäre “Ich” von Helmut Berger, die mit dem besten Titel und überhaupt hervorragend. Er schreibt z.B., dass er seinen 50. Geburtstag schon mit 49 gefeiert hat, da er mal wieder richtig gefeiert werden wollte. Er scheint sowieso nur mit seiner High Society “Clique” aus jeweiligen Stadt unterwegs gewesen zu sein.
Darüber hinaus wollte er sich in einem Louis Vuitton Geschäft eine Tasche mit seinen Initialen kaufen, da er dachte, seine große Liebe Luchino Visconti hätte sich dies dort anfertigen lassen.

Und die von Marianne Faithfull. Nachdem ich sie kürzlich gelesen habe, will ich mich nur noch “bis obenhin” mit irgendwelchen Drogen zuknallen. Das wird darin so verführerisch beschrieben.

Dann wäre da natürlich noch die Biographie von Divine, die u.a. von seiner Mutter Frances Milstead geschrieben wurde. In den nächsten Monaten soll ein neues Buch rauskommen: “Postcards from Divine”. Von 1972 an hat Divine für 9 Jahre mit ihren Eltern nur per Postkarten kommuniziert, nachdem
er im Streit von zu Hause ausgezogen war. Die Karten werden jetzt von der Mutter veröffentlicht. Große Vorfreude, obwohl es wahrscheinlich auch melancholisch sein wird!